News 22.3.04

Quantitative Entwicklungen und Trends:

Deutschland: Im Januar leichtes Plus im Inlandstourismus
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Januar 2004 in Deutschland 17,0 Mill. Gästeübernachtungen gezählt. Das war ein Anstieg von 1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Nach Kalender- und Saisonbereinigung (Berliner Verfahren 4 – BV 4) sind die Übernachtungen um 1% gegenüber dem Dezember 2003 gesunken. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen (Touristikcamping).Während die Übernachtungen inländischer Gäste im Januar 2004 mit 14,8 Mill. um 1,5% gegenüber dem Januar des Vorjahres anstiegen, blieb die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland mit 2,2 Mill. unverändert.

 

Innovative Kommunikationslösungen :

Schweiz Tourismus: Das Verkehrsbüro 2004
Schweiz Tourismus ist das Verkehrsbüro des Jahres 2004, gefolgt von der Österreich Werbung und dem Dänischen Fremdenverkehrsamt. Dieses Ergebnis seiner Wahlen hat der Deutsche Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) auf der ITB präsentiert. Stimmberechtigt waren Reisejournalisten. Die ersten Plätze bei den Agenturen belegen C & C, W & P sowie Noble Kommunikation.

Alpine Wellness International GmbH
(ots) - "Innerhalb von fünf Jahren wollen wir zu den führenden Top-Marken im europäischen Gesundheits- und Wellnesstourismus gehören, die besten alpenweiten Angebote bündeln und die Marketingstrategien koordinieren", brachte Geschäftsführer Bernhard Jochum die Zielsetzungen bei der ITB-Pressekonferenz in Berlin auf den Punkt. Derzeit werden die erarbeiteten Qualitätskriterien in 12 Testbetrieben aus den vier Ländern einem Eignungstest und Feinschliff unterzogen, bevor sie ab Mai als verbindlich gelten werden. Ab Juni starten die Zertifizierungen bei interessierten Hotelbetrieben, die von unabhängigen Auditoren durchgeführt werden. Ende des Jahres sollen bereits 80 Top-Betriebe im gesamten Alpenraum unter der Marke "Alpine Wellness" am Markt präsent sein. Darüber hinaus werden ab sofort bis Ende des Jahres Kriterien für Alpine Wellnes Regionen entwickelt. Ab Frühjahr 2005 sollen dann erstmalig im Alpenraum qualitätsgeprüfte Alpine Wellness Regionen im Sinne eines möglichst ganzheitlichen Destinationsmanagements entstanden sein. Für eine Teilnahme an der Entwicklungs- und Vermarktungsinitiative "Alpine Wellness" werden neben den allgemeinen Wellness-Basis-Qualitätskriterien, die Mindestkriterien im Bereich "Alpiner Charakter" bindend sein. Darüber hinaus kann sich jeder Alpine Wellness Betrieb durch das Erfüllen zusätzlicher Kriterien in den Bereichen "Alpines Verwöhnen", "Alpine Fitness" und "Alpine Gesundheit" profilieren.

 

Markttrends und ANGEBOTE

Freizeitpark Efteling auf Erfolgskurs
Der niederländische Freizeitpark Efteling bei Tilburg blieb 2003 auf Erfolgskurs: Der Park, der auch viele Besucher aus Deutschland anzieht, zählte im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen Gäste. Allein im Winter kamen 315.000 und damit 25.000 Besucher mehr als 2002. Als Neuheit präsentiert die Anlage in der Sommersaison ab dem 1. April unter anderem ein Museum, das die 52-jährige Geschichte des Parks nachzeichnet.

Radroutenplaner mit neuen Inhalten
Mit einer Rekordbeteiligung von 5,7 Mill. Zugriffen seit August 2003 und neuem Service startet der NRW-Radroutenplaner in die neue Fahrradsaison. Radbegeisterte können künftig auch ein adressscharfes Routing von Tür zu Tür durchführen. Möglich wurde diese Erweiterung durch die Integration von 3,8 Mill. Adressen in NRW. Zusätzlich wurden 24 neue Themenrouten mit einer Gesamtlänge von 4500 Kilometern aufgenommen, etwa der Schwalbe-Fahrradpark Reichshof oder lokale, mit Wegweisern ausgestattete Radrouten. Auch ist erstmals die Lage der NRW berührenden Deutschland-Routen (D-Netz) detailliert dargestellt.
/http://www.radroutenplaner.nrw.de/

Regierungskoaliton Deutschland will Wassertourismus fördern
Die Bundesregierung soll weiter zur nachhaltigen Erschließung der wassertouristischen Potenziale in Deutschland beitragen. Dies fordern SPD und Bündnisgrüne. Die Bedeutung des Wassertourismus als Wirtschaftsfaktor sei lange unterschätzt worden. Der direkte Gesamtumsatz in der Wassersportwirtschaft durch die fast 6,5 Mill. Wassersportler, von denen etwa 1,9 Mill. in Sportvereinen organisiert seien, werde auf jährlich 1,7 Mrd. Euro geschätzt.


Internet-Tourismus-Trends:

41 Millionen Europäer bereiten Reisen online vor- Informations-Angebote aus Herkunftsländern werden bevorzugt
Derzeit surfen über 41 Millionen Europäer im Internet, um dort Anregungen für den nächsten Urlaub aufzuspüren, konkret nach Reiseinformationen zu suchen, eine Reise zu planen oder Online-Buchungen vorzunehmen. Allerdings haben die meisten Surfer - abhängig von ihrer Nationalität – jeweils lokale Favoriten, die sie zum Thema „Reise“ besuchen. Dementsprechend wenig Online-Reiseangebote sind über die Grenzen hinweg auf europäischer Ebene etabliert. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse von Nielsen//NetRatings, dem führenden Anbieter auf dem Gebiet der Messung und Analyse von Internet-Nutzungsdaten.
Unter den Online-Reisesites, wo der Surfer Flüge, Hotels, Mietwagen und auch Pauschalangebote buchen kann, gibt es zwei Anbieter, die sich auf europäischer Ebene unter den Top-Angeboten platzieren können: Das Online-Reisebüro Expedia und Lastminute.com, das Reiseportal für Kurzentschlossene. Beispielsweise konnte sich Expedia in Deutschland und Großbritannien auf einem der vorderen Ränge der Hitliste der Online-Reisesites platzieren. Lastminute.com nimmt hingegen in Frankreich und Italien eine der vorderen Positionen in dieser Kategorie ein. Auf den übrigen Rängen dieser nationalen Toplisten sind, wie auch in den anderen europäischen Ländern, allerdings größtenteils lokale Reise-Angebote zu finden. In Deutschland rangiert im Dezember 2003 beispielsweise der Online-Auftritt der Deutschen Bahn auf Rang eins in der Hitliste der meistbesuchten Internetangebote zum Thema „Reise“, gefolgt von Map24, dem Internet-Portal für geographische Informationen und interaktive Online-Navigation. Bitte geben Sie als Quelle Nielsen//NetRatings an Seite 2 von 2Auf Platz drei konnte sich das Reisebüro Expedia platzieren und auf Rang vier ist mit Falk ein weiterer Anbieter von elektronischen Landkarten zu.
Quelle:Nielsen-Netrating

Disney: Neue Website für Expedienten
Disney hat eine neu gestaltete Website für Reisebüro-Mitarbeiter in Deutschland freigeschaltet. Sie soll beim Verkauf von Reisen zu den Disney-Destinationen helfen - als virtuelles Verkaufshandbuch und interaktiver Leitfaden für die Wünsche des Kunden. Angeboten werden virtuelle 360-Grad-Touren durch die Zimmer, Restaurants und Poolbereiche, Hinweise auf Events und Reiseveranstalter sowie Karten und Anfahrtsbeschreibungen.Pep-Angebote und Gewinnspiele sollen die Reisebüros dazu anregen, sich regelmäßig ins Reich der Maus zu klicken. Wer sich bis zum 30.4.2004 einloggt, kann unter anderem eine Reise für vier Personen ins Disneyland Paris inklusive Flug mit der Air France gewinnen.
http://www.disneytravelagents.de/

KPMG: Indirekte Hotelbuchung billiger
Hotelbuchungen über Internet-Reiseportale oder über ein Firmenreisebüro sind häufig billiger als direkt beim Hotel oder über dessen Website. Zu diesem Ergebnis kommt der „Global Hotel Distribution Survey 2004“ der Unternehmensberatung KPMG, in dem die Preise für Einzelzimmer von rund 400 Hotels in 13 Ländern über direkte Buchungskanäle (Anruf beim Hotel, zentrale Hotelreservierung, Website) und indirekte Kanäle (Online-Portale, Firmenreisebüro) verglichen wurden.In 98 Prozent der Fälle waren die Preise je nach Buchungskanal unterschiedlich. Auch bei Direktbuchung stimmten die Preisauskunft des Hotels, der Hotel-Website und der zentralen Reservierungsabteilung nur in 15 Prozent der Fälle überein. Der Hotelpreis aus der Online-Buchung war am günstigsten in Großbritannien (58 Prozent), Spanien (57 Prozent) und Frankreich (54 Prozent). Für die 18 deutschen Hotels ergab sich eine Quote von 37 Prozent.KPMG-Tourismus-Manager Wolf Alexander von Waldthausen warnt davor, „dass Reisende verstärkt auf indirekte Buchungskanäle zurückgreifen“. Er empfiehlt den Hotels deshalb, über Bestpreisgarantien nachzudenken.

sonnenklar TV bietet Hotelfilm-Portal im Internet
Der führende deutsche Reiseshoppingsender sonnenklar TV stellt seine Hotelfilme jetzt auch ins Internet. Über 300 Hotelfilme, die bislang nur im Fernsehen zu sehen waren, sind ab sofort unter www.sonnenklar.tv zu finden. Alle sonnenklar TV-Reisen werden von nun an auch mit dem jeweils zugehörigen Hotelfilm im Internet angeboten Fast alle Reiseangebote von sonnenklar TV werden ab sofort von einem solchen vertonten Hotelfilmen begleitet. Er kann problemlos neben der Preisinformation aufgerufen werden.


Destinationsmanagment/Incoming:

Abenteuer Unterkunftssuche-Mystery-Check legt Schwächen in der Beantwortung von Gäste-Anfragen offen
Die Marketing-Maßnahmen einer Region haben gewirkt: Frau und Herr Jedermann wollen ein Zimmer für die Urlaubstage und ein Angebot, das ihren Preisvorstellungen entspricht. Was sie auf eine Anfrage bei Fremdenverkehrsämtern erhalten, sind in erster Linie Prospekte. Selten können sie innerhalb von 24 Stunden mit einem konkreten Angebot rechnen. Dies ergab eine Untersuchung der IRS CONSULT AG mit Unterstützung der ELVIA Reiseversicherungen bei 4.690 Urlaubsorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein so genannter Mystery-Shopper fragte für einen konkreten Zeitraum und eine konkrete Personenzahl ein Zimmer innerhalb eines bestimmten Preisrahmens per E-Mail an. Zwar antworteten 61,5% der befragten Orte, doch nur 13% gingen auf die Anfrage ein. Der größte Teil schickte dicke Prospekt-Packen, allen voran die Deutschen mit 68%. 25% der antwortenden Orte verzichteten auf ein persönliches Anschreiben, im Internet waren es gar 30%. Doch es gab auch erfreuliche Ausnahmen, die 8 Stunden nach Absenden der Anfrage bereits ein konkretes Angebot vorlegten. In Deutschland schnitt Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz) am besten ab, gefolgt von Bad Orb (Hessen) und Bad Wiessee (Bayern). In Österreich, das in der Nutzung der E-Mail als Antwortmedium deutlich vor Deutschland liegt, heißt der Sieger Zell am See (Salzburger Land), gefolgt von Illmitz (Burgenland) und Kössen (Tirol). In der Schweiz rangiert Ringgenberg (Kanton Bern) vor Hasliberg (Kanton Bern) und Spiez (Kanton Bern). Insgesamt zeigt die Studie, die innerhalb der nächsten drei Jahre nach der selben Methodik fortgeschrieben wird, viele Mängel bei den Tourismus-Orten auf. So muss die Professionalität in der Anfragenbeantwortung verbessert werden, dasselbe gilt für den integrierten "workflow" von der Anfrage bis zur Angebotsabgabe. Deutlich sinken sollte auch die Zahl der "no shows", also der Anfragen, die von Seiten der Urlaubsorte nicht beantwortet werden. Eine vorsichtig angelegte Hochrechnung auf der Basis der Untersuchungswerte ergab, dass alleine in Deutschland rund 16 Millionen konkrete Anfragen pro Jahr mit Schweigen quittiert werden.

Methoden


Erlebnisinszenierungen setzen sich durch
Die Abstimmung fiel deutlich aus: Alle Teilnehmer des Tourismusforums der Alpenregionen (TFA) in Davos wollen Erlebnisse inszenieren oder zumindest darüber nachdenken. Kein einziger hielt die rote Karte hoch und erteilte damit dem Anliegen eine Absage. Kein Wunder – zuvor wurden erfolgreiche Beispiele präsentiert.
Vom Tennisdorf und Kinderparadies
Den Anfang machte Roger Seifritz, Direktor von Gstaad Saanenland Tourismus. Er zeigte auf, dass sich die alljährliche Verwandlung des Dorfes in ein Tennis-Mekka auszahlt. «Wir haben im Sommer Winterpreise, die Medienpräsenz in dieser Zeitspanne ist ungeschlagen, und der Marketingeffekt wirkt über die Dauer des ATP-Turniers hinaus», betonte Seifritz. So kommen fünf Prozent der Gäste in Gstaad aus Spanien, obwohl dort keine Werbung gemacht wird. Aber die Inszenierung der spanischen Tennis-stars, die unter freiem Himmel publikumswirksam ein Molke-Bad nehmen oder mit Kindern Street-Tennis spielen, tut das Ihre dazu.
Von einer Erfolgsgeschichte berichtete auch Rudolf Hammerle, Inhaber der Skischule Serfaus im Tirol: «Wir haben in den letzten zehn Jahren den Umsatz um 400 Prozent gesteigert.» Hammerle hat sein Unternehmen von Kopf bis Fuss auf Kinder eingestellt. Es gibt eine Kinderseilbahn, Ganztagesbetreuung und vieles mehr. Sein Credo lautet: «Die Kinderskilehrer sind keine Strafkompanie.» Doch wer bezahlt all diese Kinderprojekte? Hammerle lüftete auch dieses Geheimnis: Egal ob es um die Reparatur von farbigen Bändern oder um grössere Anschaffungen geht – Skischule, Seilbahn, Tourismusverband und Gemeinde teilen sich die Kosten.
Das Motto: Einer für alle, alle für einen
Genau dort ortet Riet Campell, Direktor Swiss Snowsports, das Problem in der Schweiz. «Die Skischulen können solche Parcours nicht alleine bauen. Doch für das fehlt bei uns noch das Verständnis», betonte er. Die Bedeutung von Inszenierungen für eine Destination hob auch Hansruedi Müller, Leiter des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus an der Uni Bern, hervor. «Marken – also auch Destinationsmarken – leben von einem Thema», führte er aus. Es gehe darum, ein solches Thema zu suchen und geschickt zu inszenieren. Damit knüpfte Müller an den ersten Forumstag an, an dem Hanspeter Danuser den Marken-Mythos St. Moritz erläuterte. Doch auch der Ruf nach verstärkter Kooperation wurde laut. So forderte UBS-Generaldirektor Eugen Haltiner bei der Präsentation des Outlook-Reports für die touristischen Transportunternehmen explizit dazu auf, die Angebote in den Destinationen besser zu vernetzen (siehe auch htr 12/2004).

Tourismus-Imagestudie zum Reiseverhalten der Deutschen: Große Informationsdefizite beeinflussen Reiseverhalten
Viele Länder klagen über rückläufige Zahlen im Tourismus. Was sind die Gründe dafür? Welche Länder sind besonders beliebt und welche Faktoren sind für die Touristen bei der Wahl ihres Reiselandes ausschlaggebend? Die wissenschaftliche Tourismus-Studie "Imagestudie zu 44 Reiseländern in Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa", die im Auftrag der Service-Kommunikationsagentur Axel Springer Medien Service GmbH vom Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH erstellt wurde, legt erstmals eine umfassende Untersuchung der Tourismuspotenziale einzelner Länder vor. Die repräsentative Studie untersuchte das Reiseverhalten der Deutschen und das Image von insgesamt 44 Destinationen in Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika und dem arabischen Raum. Befragt wurden insgesamt 7 735 Deutsche im Alter ab 16 Jahren. Der Untersuchungszeitraum war August 2003 bis einschließlich Januar 2004. Bemerkenswertes Ergebnis der Befragungen ist, dass bei allen untersuchten Reisezielen das Potenzial an Touristen zum Teil wesentlich höher ist, als die tatsächliche Zahl der Reisenden. Konkret konnte in jedem einzelnen Fall nachgewiesen werden, dass im Falle mangelnder Informationen über das jeweilige Land - ungeachtet des persönlichen Interesses - keine Buchungen innerhalb großer Teile des Potenzials vorgenommen werden. Nicht überraschend ist auch, dass mit 83 beziehungsweise 81 Prozent der Fragen nach der Sicherheit auf dem Weg zum Reiseziel und der Sicherheit am Ort eine immer größere Bedeutung zugemessen wird. Im Einzelnen hat die Studie ergeben, dass Deutschland unverändert das Lieblingsreiseziel der Deutschen (34 Prozent) ist, gefolgt von Spanien (14 Prozent), Italien und Österreich (je 12 Prozent), Frankreich und der Türkei (je 6 Prozent). Gefragt wurde aber auch nach Zielen, die man "gern einmal besuchen würde", dies aber aus den unterschiedlichsten Motiven noch nicht - oder nicht wieder getan hat. Dabei ergeben sich deutliche Unterschiede zum tatsächlichen Reiseverhalten. So würden fünf Prozent der Deutschen gern einmal - oder wieder - in die USA reisen. Tatsächlich haben einen Urlaubstrip über den Atlantik im Jahre 2003 lediglich zwei Prozent der Deutschen gebucht. Abweichungen ergeben sich auch bei den genannten Auswahlkriterien für ein Reiseziel und den tatsächlichen Bewertungen der eigenen Lieblingsdestination. So nennen 91 Prozent ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als wichtigstes Entscheidungskriterium für die Wahl eines Urlaubszieles. Bei der Lieblingsdestination steht dieser Faktor mit nur 62 Prozent am Ende einer Bewertungsskala aus elf Punkten. Für 97 Prozent beziehungsweise 95 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass das ausgewählte Reiseziel eine hohe Attraktivität hat und Land, Kultur und Leute als sympathisch empfunden werden. Als besonders günstig wird das Angebot im Verhältnis zu den Preisen in der Türkei empfunden (75 Prozent). Auf Platz zwei rangiert Griechenland (64 Prozent) vor Spanien (62 Prozent). Am ungünstigsten schneidet in dieser Frage Österreich ab. Selbst von denen, die die Alpenrepublik als Lieblingsreiseziel für sich benennen, sind weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Meinung, dass Leistung und Preis in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

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