Deutschland:
Im Januar leichtes Plus im Inlandstourismus Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
wurden im Januar 2004 in Deutschland 17,0 Mill. Gästeübernachtungen
gezählt. Das war ein Anstieg von 1% gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresmonat. Nach Kalender- und Saisonbereinigung (Berliner
Verfahren 4 – BV 4) sind die Übernachtungen um 1% gegenüber
dem Dezember 2003 gesunken. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen
in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch
auf Campingplätzen (Touristikcamping).Während die Übernachtungen
inländischer Gäste im Januar 2004 mit 14,8 Mill. um
1,5% gegenüber dem Januar des Vorjahres anstiegen, blieb
die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland
mit 2,2 Mill. unverändert.
Innovative
Kommunikationslösungen :
Schweiz
Tourismus: Das Verkehrsbüro 2004 Schweiz Tourismus ist das Verkehrsbüro des Jahres
2004, gefolgt von der Österreich Werbung und dem Dänischen
Fremdenverkehrsamt. Dieses Ergebnis seiner Wahlen hat der Deutsche
Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) auf der ITB
präsentiert. Stimmberechtigt waren Reisejournalisten. Die
ersten Plätze bei den Agenturen belegen C & C, W &
P sowie Noble Kommunikation.
Alpine
Wellness International GmbH
(ots) - "Innerhalb von fünf Jahren wollen wir zu den
führenden Top-Marken im europäischen Gesundheits- und
Wellnesstourismus gehören, die besten alpenweiten Angebote
bündeln und die Marketingstrategien koordinieren", brachte
Geschäftsführer Bernhard Jochum die Zielsetzungen bei
der ITB-Pressekonferenz in Berlin auf den Punkt. Derzeit werden
die erarbeiteten Qualitätskriterien in 12 Testbetrieben aus
den vier Ländern einem Eignungstest und Feinschliff unterzogen,
bevor sie ab Mai als verbindlich gelten werden. Ab Juni starten
die Zertifizierungen bei interessierten Hotelbetrieben, die von
unabhängigen Auditoren durchgeführt werden. Ende des
Jahres sollen bereits 80 Top-Betriebe im gesamten Alpenraum unter
der Marke "Alpine Wellness" am Markt präsent sein.
Darüber hinaus werden ab sofort bis Ende des Jahres Kriterien
für Alpine Wellnes Regionen entwickelt. Ab Frühjahr
2005 sollen dann erstmalig im Alpenraum qualitätsgeprüfte
Alpine Wellness Regionen im Sinne eines möglichst ganzheitlichen
Destinationsmanagements entstanden sein. Für eine Teilnahme
an der Entwicklungs- und Vermarktungsinitiative "Alpine Wellness"
werden neben den allgemeinen Wellness-Basis-Qualitätskriterien,
die Mindestkriterien im Bereich "Alpiner Charakter"
bindend sein. Darüber hinaus kann sich jeder Alpine Wellness
Betrieb durch das Erfüllen zusätzlicher Kriterien in
den Bereichen "Alpines Verwöhnen", "Alpine
Fitness" und "Alpine Gesundheit" profilieren.
Markttrends
und ANGEBOTE Freizeitpark
Efteling auf Erfolgskurs
Der niederländische Freizeitpark Efteling bei Tilburg blieb
2003 auf Erfolgskurs: Der Park, der auch viele Besucher aus Deutschland
anzieht, zählte im vergangenen Jahr mehr als drei Millionen
Gäste. Allein im Winter kamen 315.000 und damit 25.000 Besucher
mehr als 2002. Als Neuheit präsentiert die Anlage in der
Sommersaison ab dem 1. April unter anderem ein Museum, das die
52-jährige Geschichte des Parks nachzeichnet.
Radroutenplaner mit neuen Inhalten
Mit einer Rekordbeteiligung von 5,7 Mill. Zugriffen seit August
2003 und neuem Service startet der NRW-Radroutenplaner in die
neue Fahrradsaison. Radbegeisterte können künftig auch
ein adressscharfes Routing von Tür zu Tür durchführen.
Möglich wurde diese Erweiterung durch die Integration von
3,8 Mill. Adressen in NRW. Zusätzlich wurden 24 neue Themenrouten
mit einer Gesamtlänge von 4500 Kilometern aufgenommen, etwa
der Schwalbe-Fahrradpark Reichshof oder lokale, mit Wegweisern
ausgestattete Radrouten. Auch ist erstmals die Lage der NRW berührenden
Deutschland-Routen (D-Netz) detailliert dargestellt.
/http://www.radroutenplaner.nrw.de/
Regierungskoaliton
Deutschland will Wassertourismus fördern
Die Bundesregierung soll weiter zur nachhaltigen Erschließung
der wassertouristischen Potenziale in Deutschland beitragen. Dies
fordern SPD und Bündnisgrüne. Die Bedeutung des Wassertourismus
als Wirtschaftsfaktor sei lange unterschätzt worden. Der
direkte Gesamtumsatz in der Wassersportwirtschaft durch die fast
6,5 Mill. Wassersportler, von denen etwa 1,9 Mill. in Sportvereinen
organisiert seien, werde auf jährlich 1,7 Mrd. Euro geschätzt.
Internet-Tourismus-Trends: 41
Millionen Europäer bereiten Reisen online vor- Informations-Angebote
aus Herkunftsländern werden bevorzugt Derzeit surfen über 41 Millionen Europäer im
Internet, um dort Anregungen für den nächsten Urlaub
aufzuspüren, konkret nach Reiseinformationen zu suchen, eine
Reise zu planen oder Online-Buchungen vorzunehmen. Allerdings
haben die meisten Surfer - abhängig von ihrer Nationalität
– jeweils lokale Favoriten, die sie zum Thema „Reise“
besuchen. Dementsprechend wenig Online-Reiseangebote sind über
die Grenzen hinweg auf europäischer Ebene etabliert. Dies
zeigen die aktuellen Ergebnisse von Nielsen//NetRatings, dem führenden
Anbieter auf dem Gebiet der Messung und Analyse von Internet-Nutzungsdaten.
Unter den Online-Reisesites, wo der Surfer Flüge, Hotels,
Mietwagen und auch Pauschalangebote buchen kann, gibt es zwei
Anbieter, die sich auf europäischer Ebene unter den Top-Angeboten
platzieren können: Das Online-Reisebüro Expedia und
Lastminute.com, das Reiseportal für Kurzentschlossene. Beispielsweise
konnte sich Expedia in Deutschland und Großbritannien auf
einem der vorderen Ränge der Hitliste der Online-Reisesites
platzieren. Lastminute.com nimmt hingegen in Frankreich und Italien
eine der vorderen Positionen in dieser Kategorie ein. Auf den
übrigen Rängen dieser nationalen Toplisten sind, wie
auch in den anderen europäischen Ländern, allerdings
größtenteils lokale Reise-Angebote zu finden. In Deutschland
rangiert im Dezember 2003 beispielsweise der Online-Auftritt der
Deutschen Bahn auf Rang eins in der Hitliste der meistbesuchten
Internetangebote zum Thema „Reise“, gefolgt von Map24,
dem Internet-Portal für geographische Informationen und interaktive
Online-Navigation. Bitte geben Sie als Quelle Nielsen//NetRatings
an Seite 2 von 2Auf Platz drei konnte sich das Reisebüro
Expedia platzieren und auf Rang vier ist mit Falk ein weiterer
Anbieter von elektronischen Landkarten zu.
Quelle:Nielsen-Netrating
Disney: Neue Website für Expedienten
Disney hat eine neu gestaltete Website für Reisebüro-Mitarbeiter
in Deutschland freigeschaltet. Sie soll beim Verkauf von Reisen
zu den Disney-Destinationen helfen - als virtuelles Verkaufshandbuch
und interaktiver Leitfaden für die Wünsche des Kunden.
Angeboten werden virtuelle 360-Grad-Touren durch die Zimmer, Restaurants
und Poolbereiche, Hinweise auf Events und Reiseveranstalter sowie
Karten und Anfahrtsbeschreibungen.Pep-Angebote und Gewinnspiele
sollen die Reisebüros dazu anregen, sich regelmäßig
ins Reich der Maus zu klicken. Wer sich bis zum 30.4.2004 einloggt,
kann unter anderem eine Reise für vier Personen ins Disneyland
Paris inklusive Flug mit der Air France gewinnen. http://www.disneytravelagents.de/
KPMG:
Indirekte Hotelbuchung billiger
Hotelbuchungen über Internet-Reiseportale oder über
ein Firmenreisebüro sind häufig billiger als direkt
beim Hotel oder über dessen Website. Zu diesem Ergebnis kommt
der „Global Hotel Distribution Survey 2004“ der Unternehmensberatung
KPMG, in dem die Preise für Einzelzimmer von rund 400 Hotels
in 13 Ländern über direkte Buchungskanäle (Anruf
beim Hotel, zentrale Hotelreservierung, Website) und indirekte
Kanäle (Online-Portale, Firmenreisebüro) verglichen
wurden.In 98 Prozent der Fälle waren die Preise je nach Buchungskanal
unterschiedlich. Auch bei Direktbuchung stimmten die Preisauskunft
des Hotels, der Hotel-Website und der zentralen Reservierungsabteilung
nur in 15 Prozent der Fälle überein. Der Hotelpreis
aus der Online-Buchung war am günstigsten in Großbritannien
(58 Prozent), Spanien (57 Prozent) und Frankreich (54 Prozent).
Für die 18 deutschen Hotels ergab sich eine Quote von 37
Prozent.KPMG-Tourismus-Manager Wolf Alexander von Waldthausen
warnt davor, „dass Reisende verstärkt auf indirekte
Buchungskanäle zurückgreifen“. Er empfiehlt den
Hotels deshalb, über Bestpreisgarantien nachzudenken.
sonnenklar
TV bietet Hotelfilm-Portal im Internet
Der führende deutsche Reiseshoppingsender sonnenklar TV stellt
seine Hotelfilme jetzt auch ins Internet. Über 300 Hotelfilme,
die bislang nur im Fernsehen zu sehen waren, sind ab sofort unter
www.sonnenklar.tv zu finden. Alle sonnenklar TV-Reisen werden
von nun an auch mit dem jeweils zugehörigen Hotelfilm im
Internet angeboten Fast alle Reiseangebote von sonnenklar TV werden
ab sofort von einem solchen vertonten Hotelfilmen begleitet. Er
kann problemlos neben der Preisinformation aufgerufen werden.
Destinationsmanagment/Incoming:
Abenteuer
Unterkunftssuche-Mystery-Check legt Schwächen in der Beantwortung
von Gäste-Anfragen offen
Die Marketing-Maßnahmen einer Region haben gewirkt: Frau
und Herr Jedermann wollen ein Zimmer für die Urlaubstage
und ein Angebot, das ihren Preisvorstellungen entspricht. Was
sie auf eine Anfrage bei Fremdenverkehrsämtern erhalten,
sind in erster Linie Prospekte. Selten können sie innerhalb
von 24 Stunden mit einem konkreten Angebot rechnen. Dies ergab
eine Untersuchung der IRS CONSULT AG mit Unterstützung der
ELVIA Reiseversicherungen bei 4.690 Urlaubsorten in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. Ein so genannter Mystery-Shopper
fragte für einen konkreten Zeitraum und eine konkrete Personenzahl
ein Zimmer innerhalb eines bestimmten Preisrahmens per E-Mail
an. Zwar antworteten 61,5% der befragten Orte, doch nur 13% gingen
auf die Anfrage ein. Der größte Teil schickte dicke
Prospekt-Packen, allen voran die Deutschen mit 68%. 25% der antwortenden
Orte verzichteten auf ein persönliches Anschreiben, im Internet
waren es gar 30%. Doch es gab auch erfreuliche Ausnahmen, die
8 Stunden nach Absenden der Anfrage bereits ein konkretes Angebot
vorlegten. In Deutschland schnitt Traben-Trarbach (Rheinland-Pfalz)
am besten ab, gefolgt von Bad Orb (Hessen) und Bad Wiessee (Bayern).
In Österreich, das in der Nutzung der E-Mail als Antwortmedium
deutlich vor Deutschland liegt, heißt der Sieger Zell am
See (Salzburger Land), gefolgt von Illmitz (Burgenland) und Kössen
(Tirol). In der Schweiz rangiert Ringgenberg (Kanton Bern) vor
Hasliberg (Kanton Bern) und Spiez (Kanton Bern). Insgesamt zeigt
die Studie, die innerhalb der nächsten drei Jahre nach der
selben Methodik fortgeschrieben wird, viele Mängel bei den
Tourismus-Orten auf. So muss die Professionalität in der
Anfragenbeantwortung verbessert werden, dasselbe gilt für
den integrierten "workflow" von der Anfrage bis zur
Angebotsabgabe. Deutlich sinken sollte auch die Zahl der "no
shows", also der Anfragen, die von Seiten der Urlaubsorte
nicht beantwortet werden. Eine vorsichtig angelegte Hochrechnung
auf der Basis der Untersuchungswerte ergab, dass alleine in Deutschland
rund 16 Millionen konkrete Anfragen pro Jahr mit Schweigen quittiert
werden.
Methoden
Erlebnisinszenierungen
setzen sich durch
Die Abstimmung fiel deutlich aus: Alle Teilnehmer des Tourismusforums
der Alpenregionen (TFA) in Davos wollen Erlebnisse inszenieren
oder zumindest darüber nachdenken. Kein einziger hielt die
rote Karte hoch und erteilte damit dem Anliegen eine Absage. Kein
Wunder – zuvor wurden erfolgreiche Beispiele präsentiert.
Vom Tennisdorf und Kinderparadies
Den Anfang machte Roger Seifritz, Direktor von Gstaad Saanenland
Tourismus. Er zeigte auf, dass sich die alljährliche Verwandlung
des Dorfes in ein Tennis-Mekka auszahlt. «Wir haben im Sommer
Winterpreise, die Medienpräsenz in dieser Zeitspanne ist
ungeschlagen, und der Marketingeffekt wirkt über die Dauer
des ATP-Turniers hinaus», betonte Seifritz. So kommen fünf
Prozent der Gäste in Gstaad aus Spanien, obwohl dort keine
Werbung gemacht wird. Aber die Inszenierung der spanischen Tennis-stars,
die unter freiem Himmel publikumswirksam ein Molke-Bad nehmen
oder mit Kindern Street-Tennis spielen, tut das Ihre dazu.
Von einer Erfolgsgeschichte berichtete auch Rudolf Hammerle, Inhaber
der Skischule Serfaus im Tirol: «Wir haben in den letzten
zehn Jahren den Umsatz um 400 Prozent gesteigert.» Hammerle
hat sein Unternehmen von Kopf bis Fuss auf Kinder eingestellt.
Es gibt eine Kinderseilbahn, Ganztagesbetreuung und vieles mehr.
Sein Credo lautet: «Die Kinderskilehrer sind keine Strafkompanie.»
Doch wer bezahlt all diese Kinderprojekte? Hammerle lüftete
auch dieses Geheimnis: Egal ob es um die Reparatur von farbigen
Bändern oder um grössere Anschaffungen geht –
Skischule, Seilbahn, Tourismusverband und Gemeinde teilen sich
die Kosten.
Das Motto: Einer für alle, alle für einen
Genau dort ortet Riet Campell, Direktor Swiss Snowsports, das
Problem in der Schweiz. «Die Skischulen können solche
Parcours nicht alleine bauen. Doch für das fehlt bei uns
noch das Verständnis», betonte er. Die Bedeutung von
Inszenierungen für eine Destination hob auch Hansruedi Müller,
Leiter des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus
an der Uni Bern, hervor. «Marken – also auch Destinationsmarken
– leben von einem Thema», führte er aus. Es gehe
darum, ein solches Thema zu suchen und geschickt zu inszenieren.
Damit knüpfte Müller an den ersten Forumstag an, an
dem Hanspeter Danuser den Marken-Mythos St. Moritz erläuterte.
Doch auch der Ruf nach verstärkter Kooperation wurde laut.
So forderte UBS-Generaldirektor Eugen Haltiner bei der Präsentation
des Outlook-Reports für die touristischen Transportunternehmen
explizit dazu auf, die Angebote in den Destinationen besser zu
vernetzen (siehe auch htr 12/2004).
Tourismus-Imagestudie
zum Reiseverhalten der Deutschen: Große Informationsdefizite
beeinflussen Reiseverhalten
Viele Länder klagen über rückläufige Zahlen
im Tourismus. Was sind die Gründe dafür? Welche Länder
sind besonders beliebt und welche Faktoren sind für die Touristen
bei der Wahl ihres Reiselandes ausschlaggebend? Die wissenschaftliche
Tourismus-Studie "Imagestudie zu 44 Reiseländern in
Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa", die im Auftrag
der Service-Kommunikationsagentur Axel Springer Medien Service
GmbH vom Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH erstellt wurde,
legt erstmals eine umfassende Untersuchung der Tourismuspotenziale
einzelner Länder vor. Die repräsentative Studie untersuchte
das Reiseverhalten der Deutschen und das Image von insgesamt 44
Destinationen in Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika und dem
arabischen Raum. Befragt wurden insgesamt 7 735 Deutsche im Alter
ab 16 Jahren. Der Untersuchungszeitraum war August 2003 bis einschließlich
Januar 2004. Bemerkenswertes Ergebnis der Befragungen ist, dass
bei allen untersuchten Reisezielen das Potenzial an Touristen
zum Teil wesentlich höher ist, als die tatsächliche
Zahl der Reisenden. Konkret konnte in jedem einzelnen Fall nachgewiesen
werden, dass im Falle mangelnder Informationen über das jeweilige
Land - ungeachtet des persönlichen Interesses - keine Buchungen
innerhalb großer Teile des Potenzials vorgenommen werden.
Nicht überraschend ist auch, dass mit 83 beziehungsweise
81 Prozent der Fragen nach der Sicherheit auf dem Weg zum Reiseziel
und der Sicherheit am Ort eine immer größere Bedeutung
zugemessen wird. Im Einzelnen hat die Studie ergeben, dass Deutschland
unverändert das Lieblingsreiseziel der Deutschen (34 Prozent)
ist, gefolgt von Spanien (14 Prozent), Italien und Österreich
(je 12 Prozent), Frankreich und der Türkei (je 6 Prozent).
Gefragt wurde aber auch nach Zielen, die man "gern einmal
besuchen würde", dies aber aus den unterschiedlichsten
Motiven noch nicht - oder nicht wieder getan hat. Dabei ergeben
sich deutliche Unterschiede zum tatsächlichen Reiseverhalten.
So würden fünf Prozent der Deutschen gern einmal - oder
wieder - in die USA reisen. Tatsächlich haben einen Urlaubstrip
über den Atlantik im Jahre 2003 lediglich zwei Prozent der
Deutschen gebucht. Abweichungen ergeben sich auch bei den genannten
Auswahlkriterien für ein Reiseziel und den tatsächlichen
Bewertungen der eigenen Lieblingsdestination. So nennen 91 Prozent
ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als wichtigstes Entscheidungskriterium
für die Wahl eines Urlaubszieles. Bei der Lieblingsdestination
steht dieser Faktor mit nur 62 Prozent am Ende einer Bewertungsskala
aus elf Punkten. Für 97 Prozent beziehungsweise 95 Prozent
der Befragten ist es wichtig, dass das ausgewählte Reiseziel
eine hohe Attraktivität hat und Land, Kultur und Leute als
sympathisch empfunden werden. Als besonders günstig wird
das Angebot im Verhältnis zu den Preisen in der Türkei
empfunden (75 Prozent). Auf Platz zwei rangiert Griechenland (64
Prozent) vor Spanien (62 Prozent). Am ungünstigsten schneidet
in dieser Frage Österreich ab. Selbst von denen, die die
Alpenrepublik als Lieblingsreiseziel für sich benennen, sind
weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Meinung, dass Leistung
und Preis in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.